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Internationaler Holocaustgedenktag 27. Januar 2008

Circa 40 Besucher haben sich um 18.00 Uhr an der Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust in der Ortsmitte von Buttenhausen getroffen. Ortsvorsteher Rudolf Schustereder erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Mordtaten im KZ Auschwitz, dessen Befreiung durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945 Anlass für den jetzigen Gedenktag war.

Die Veranstaltung wurde in der Michaelskirche fortgesetzt. Pfarrerin Marlies Haist erinnerte in diesem Jahr vor allem an die Juden Buttenhausens, die vor den Deportationen ihrem Leben selbst ein Ende setzten. Es wurden die Namen von Rosa und Selma Levi, Elisabeth und Moritz Lindauer, Max Kaufmann und Antonie Österreicher verlesen.

In Buttenhausen werden die jahrhundertealten jüdischen Feiertage nicht mehr begangen, die Gebete nicht mehr gesprochen. Es war um so bewegender, wenn nun in der Michaelskirche Dilek Weißstern aus Buttenhausen das „Sch’mah Israel“ („Höre Israel“) sang. Der Sängerbund Buttenhausen begleitete die Feier mit weiteren Beiträgen. Zum Abschluss sprach Bürgermeister Mike Münzing über den schwierigen Weg zum Verzeihen und über die eindrucksvollen Kontakte, die inzwischen mit vielen jüdischen Bürgern weltweit bestehen.