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Ständige
Ausstellung Juden in Buttenhausen
in der Bernheimerschen Realschule Buttenhausen,
Zwiefalter Str. 30
Öffnungszeiten:
April bis Oktober jeweils sonntags 14.00 - 17.00 Uhr
sowie nach Anfrage - Tel.: 07383/398 (Herr Ott)
oder 07381/182115 (Herr Dirschka)
Juden in
Buttenhausen
Begleitbuch hrsg. von der Stadt Münsingen
(= Schriftenreihe des Stadtarchivs Münsingen 3)
2. Auflage, Münsingen 2004. 104 Seiten, zahlreiche Abbildungen,
Kartenbeilage.
Preis: 10,00 Euro
Prägungen
und Werkstücke
Ausstellungskatalog mit Beiträgen zu
Buttenhausen und Grafeneck (deutsch-englisch), von Diane Samuels,
Pittsburgh 2002. 45 Seiten, zahlreiche Abbildungen.
Preis: 15,- Euro
Bestellungen
und weitere Informationen:
Stadtverwaltung Münsingen
Bachwiesenstr. 7
D-72525 Münsingen
Tel.: 0049/7381/182115
Fax: 0049/7381/182215
e-mail: touristinfo@muensingen.de
Buttenhausen war eine der wenigen jüdischen Landgemeinden im
Süden Württembergs. Am 7. Juli 1787 erlaubte der Ortsherr,
Philipp Friedrich, Freiherr von Liebenstein, zunächst 25 Familien
die Ansiedlung in dem Lautertaldorf. In den folgenden Jahrzehnten
entwickelte sich eine große Gemeinde, die um die Mitte des 19.
Jahrhunderts mehr als die Hälfte der gesamten Dorfbevölkerung
umfaßte. Religion, Kultur und Wirtschaftsweise unterschieden die
Juden von den christlichen Nachbarn. Jüdische Händler und
Unternehmer brachten Wohlstand und technische Neuerungen nach
Buttenhausen. Trotz aller Verschiedenheiten lebten beide Religionen
friedlich für 140 Jahre auf engem Raum zusammen. Am Ende des 19.
Jahrhunderts wanderten immer mehr Menschen in die Städte ab, ohne
daß die Verbindungen zur alten Heimat abrissen. Erst die
nationalsozialistische Gewaltherrschaft zerstörte die
jüdische Gemeinde. Von den 89 jüdischen Bürgern, die
1933 in Buttenhausen gezählt wurden, überlebten viele die
Naziherrschaft nicht. Nach Ausbruch des II. Weltkriegs wurde
Buttenhausen zudem durch die Verlegung eines Teils des jüdischen
Altersheims in Heilbronn-Sontheim hierher zur Durchgangsstation
für viele Juden aus dem gesamten Reichsgebiet.
Nach 1945
entstanden zahlreiche Initiativen von jüdischer und christlicher,
privater und öffentlicher Seite, um die Erinnerung an die
jüdische Gemeinde wachzuhalten.
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