Rabbinat und Mikwe

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Überrest der Mikwe 
von 1906

 

Rabbinat und Mikwe (Im Wiesengrund 2)

1834 erwarb die jüdische Gemeinde von Bernhard Lämmle einen Teil dieses wenige Jahre zuvor erbauten Hauses als Unterrichtsraum für die jüdische Elementarschule. Die Schule befand sich bis zum Schulneubau von 1862 in einer Stube im Erdgeschoss. Später war hier auch die Wohnung des Rabbiners. Buttenhausen besaß jedoch nur bis 1887 ein eigenes geistliches Oberhaupt, danach gehörte der Ort zum Rabbinatsbezirk Buchau. Hier wohnte auch der letzte Lehrer und Vorsänger der jüdischen Gemeinde, Naphtali Berlinger. Wie seine Schüler musste er 1933 das christlich-jüdische Schulhaus der Gemeinde verlassen. Im südlichen Teil des Erdgeschosses befinden sich heute noch Reste des 1906 eingebauten Frauenbades (Mikwe). Ein Bad gehört zu jeder jüdischen Gemeinde und dient der rituellen Reinigung, etwa vor der Hochzeit oder nach der Regelblutung. Zuvor befand sich die Mikwe diesem Gebäude gegenüber direkt an der Lauter.