Das Schloss in Buttenhausen

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Das Schloss
Das Schloss 
in Buttenhausen, 
heute 
das Landheim 
in Buttenhausen

 

Schloss (Wasserstetter Str. 4)

Die reichsunmittelbare Herrschaft Buttenhausen war bis zum 16. und wieder im 19. und 20. Jahrhundert Sitz einer Adelsfamilie. Um 1816 entstand unweit des älteren herrschaftlichen Meierhofs ein klassizistisches Wohngebäude. Die Pläne dürften auf den Arzt Christoph von Weidenbach zurückgehen, dessen Wappen über dem Eingangsportal angebracht ist.

1934 erwarb die Stadt Stuttgart das gesamte Anwesen für ein "Beschäftigungs- und Bewahrungsheim", einer Einrichtung der städtischen Sozialfürsorge. Das Heim wurde durch die Gustav-Werner-Stiftung in Reutlingen betrieben. Der Betrieb weitete sich in den Folgejahren auf die Betreuung behinderter Menschen aus. Der christliche Anspruch der Heimleitung wurde immer wieder mit der Realität des Naziregimes konfrontiert. So glich der Umgang mit sogenannten "Asozialen" in mancher Weise dem, was man aus anderen nationalsozialistischen Lagern kennt. Andererseits konnte die Ermordung behinderter Heimbewohner abgewendet werden.

Seit 1959 sorgt die Gesellschaft Haus am Berg, Bad Urach, im Landheim Buttenhausen für ein betreutes Wohnen und Arbeiten von ca. 300 behinderten und alten Menschen. Das Landheim Buttenhausen ist heute größter Arbeitgeber am Ort.